- Die gewerblichen Immobilienfinanzierungsmärkte bleiben angespannt. Die konjunkturelle Schwäche und anhaltende geopolitische Unsicherheiten haben dazu geführt, dass die Erholungsphase pausiert. Gleichzeitig spalten sich die Märkte weiter auf: Es gibt intensiven Wettbewerb um die Finanzierung hochwertiger, gut vermieteter Bestandsimmobilien. Doch gerade für periphere Immobilien, für Objekte mit Vermietungsrisiken oder Transformationsaufgaben hat sich der Markt nicht erholt.
- Diese Fragmentierung ist besonders auffällig auf Büroimmobilien-, Einzelhandelsimmobilien-, Hotelimmobilienmärkten. Dies bedeutet auch, dass in den als risikoarm empfundenen Teilmärkten Finanzierungsbereitschaft besteht.
- Wohnimmobilien und Logistikimmobilien stehen weiterhin im Mittelpunkt des Interesses. Hier ist auch die Fragmentierung des Finanzierungsmarktes weniger stark ausgeprägt.
- Der Anteil kurzfristig auslaufender Finanzierung ist weiterhin überdurchschnittlich hoch. Weil gleichzeitig die regulatorischen Anforderungen an Non-Performing Loans neu festgelegt wurden, ist mit einem Anstieg von NPL-Verkäufen oder mit anderweitigen Restrukturierungen zu rechnen. Das Volumen an NPL ist 2025 fast wieder auf das Niveau, das am Ende der Finanzkrise erreicht wurde, gestiegen.
- Die strengeren Regeln der Bankenregulierung tragen dazu bei, dass aus dem hohen NPL-Volumen kein ähnlich hohes Finanzmarktrisiko resultiert wie während der Finanzkrise. Die Regulierung führt jedoch auch zu neuen Herausforderungen, weil (nahezu) alle Banken dieselben Portfolioantworten entwerfen müssen – und dies verstärkt die Marktfragmentierung.
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